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Die Weihnachtskrippe

010.08.09|Brauchtum|Brauchtum|
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Artikel: Die Weihnachtskrippe

Weihnachtskrippen haben eine lange Tradition. Bereits im 4. Jahrhundert finden sich in Italien bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Der genaue Ursprung der Krippe lässt sich aber nicht genau bestimmen.

Oftmals wird aber auch der Heilige Franziskus von Assisi als "Vater der Krippe" angesehen, da er im Jahre 1223 an Weihnachten im Walde von Rieti die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form baute. Mit Erlaubnis seines Papstes zog er damals aus dem Kloster von Greccio aus, errichtete im Wald in einer Höhle eine Futterkrippe mit lebendigem Ochs und Esel und hielt dann vor einer großen Menschenmenge seine berühmte Weihnachtspredigt, "um den des Lesens nicht mächtigen die Weihnachtsgeschichte besser verständlich zu machen". Er und seine Mitbrüder feierten die Geburt Christi vor einer Futterkrippe mit Esel und Ochs. So war die erste lebende Krippe ein Symbol der Armut.

Später fertigten Dominikaner und Jesuiten Figuren aus Stein und Ton, die Verwendung von Holzfiguren ist seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar - zuerst in Italien und Spanien und bald darauf in Deutschland. Es entstanden kleine und große Krippen, einfach und schlicht, aber auch phantasievoll und prächtig. Nach 1400 wurde der Krippenbau auch von einfachen Handwerkern übernommen und wurde zur Volkskunst. Im Lauf der Zeit entstanden Krippen verschiedenster Stilprägungen. Besonders berühmt sind die Krippenkunstwerke der Genueser und Neapolitaner aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die besondere Gestaltung der Krippenlandschaft hat in vielen Gemeinden eine alte Tradition und der Aufbau wird über Jahre von derselben Person vorgenommen und sogar auch "weitervererbt". Viele Krippen werden so in liebevoller und langwieriger Arbeit aufgebaut und geschmückt. Krippen finden sich in Deutschland in allen katholischen Kirchen. Sie werden in der Adventszeit aufgebaut, wobei die Heilige Familie jedoch meistens erst am Heiligen Abend im Stall aufgestellt wird. Die Weisen aus dem Morgenland - die Heiligen drei Könige - werden häufig bereits vor dem 6. Januar in die Krippenlandschaft einbezogen.

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